Pünktlich zum Start der Oasis-Mega-Comeback Tour: Delayed Gratification steuert wiedermal eine spannende und inspirierende Infografik bei, in ihrer Paradedisziplin Timelines. Die Überhits der Britpop Superstars knallen sofort ins Auge, heruntergebrochen auf Spotify-Plays, ebenso die übrigen – weniger erfolgreichen Alben in chronologischer Reihenfolge. Well done, thanks! https://www.slow-journalism.com/infographics/oasis-infographic?mc_cid=9d7f398d1a&mc_eid=d1d76f2a57Alben
Ist das Kunst oder kann das weg? Sehr anschaulicher Impuls, was es zur Datenvisualisierung braucht und welche Elemente den Blick verstellen. Frei nach dem „Reinheitsgebot“ von Edward Tufte mit seinem Data Ink Konzept, nachzulesen im Klassiker der Infografik-Literatur von 1983 „The Visual Display of Quantitative Information“. Vielen Dank an Dark Horse Analytics für das inspirierende Kurzvideo:
„Sorry i can´t read your visualization“ – der Titel hatte mich sofort am Haken. Nancy Organ argumentiert in ihrem Tech Blog vollkommen zu Recht, dass die Challenge Barrierefreiheit ein Augenöffner sein sollte, was die Infografik-Gestaltung im Allgemeinen betrifft, denn „poor accessibility affects people with great vision as well as those who aren’t so optically endowed“. Eine Hauptursache sieht sie darin, dass die Designer:innen bei der Erstellung von Infografiken eher nach dem Motto arbeiten „designing for aesthetics or speed instead of usability and consider a visualization to be done when they know what it says.“ Eine sehr treffende Diagnose, wie ich finde. Sehr inspirierend für die Praxis auch der Ansatz, die Datenvisualisierungen erstmal in Schwarzweiß zu testen – wenn das funktioniert, ist schon viel gewonnen auf dem Weg zur allgemeinen Verständlichkeit. Das und vieles mehr – praktische Tipps vor allem für Linecharts und Legenden – sind hier in vollem Umfang zu entdecken:
Die Studis blicken mich gespannt an, auf „Jetzt!“ drehen sie die Grafiken vor sich um und betrachten sie 5-4-3-2-1 Sekunden und „Stopp!“ verdecken sie wieder. Nun schreiben sie auf die Rückseite, was sie gesehen haben. Bei der abschließenden Einheit meiner Lehrveranstaltung „Datenvisualisierung und Informationsdesign“ an der FH für Journalismus und Medienmanagement habe ich ein kleines Experiment zur Auflockerung gewagt. Das Mini-Usertesting soll Aufschlüsse über die Verständlichkeit von tagesaktuellen Infografiken geben. Als Material habe ich die APA-Tagesproduktion der vergangenen Woche herangezogen. Auf den ersten Blick waren die Ergebnisse spannend und auch durchaus unterhaltsam:-) ich freue mich schon auf die eingehendere Analyse…
Genau so soll es sein: Die wichtigsten Aussagen der Studie auf einer Seite auf den Punkt gebracht – und auf den ersten Blick mit Infografiken veranschaulicht. Elegant gelöst auch der Konnex mit feinen Linien zu den entsprechenden Passagen im Text sowie die Verwendung unterschiedlicher Charttypen.
Einziger kleiner Kritikpunkt: Die Legende positiv/negativ ist gut versteckt. Besser wäre gewesen darauf zu verzichten und die Bezeichnung direkt zu den Zahlen zu schreiben. Ist unkompliziert zu lösen und macht die Charts noch leichter und schneller erfassbar. Aber insgesamt – very well done AKM!
Noch sechsmal schlafen, dann ist es soweit: In der letzten Einheit der Lehrveranstaltung „Informationsdesign und Datenvisualisierung“ an der FH für Journalismus und Medienmanagement haben die Teilnehmer:innen das letzte Wort: Die Projektarbeiten sind fertig und schon im exklusiven Instagram-Channel der Lehrveranstaltung hochgeladen, einige Likes und Kommentare wurden schon verteilt. Nun steht das Making Of sowie Diskussionen um die allerbesten und verbesserungswürdigsten Erzeugnisse der Infografik-Welt auf dem Programm. Ich freue mich schon auf spannende Insights und Inspirationen – sicher wieder ganz großes Kino 🙂
Alles angerichtet für eine legendäre Visualisierung, könnte ein Fußballfest für Statistik-Fans werden: Eine Doppelseite voll gepackt mit spannenden Daten zu Schauplätzen von UEFA Finalspielen. Auch mit viel Liebe gestaltet, aber dennoch schade drum! Einfach mit mehreren Europakarten hätten die Städte mit den häufigsten Finali auf den ersten Blick gezeigt und in den unterschiedlichen Kategorien verglichen werden können. Ohne die Tabellen durchzulesen wäre z.B. auch das Ernst-Happel-Stadion als prominenter Austragungsort ins Auge gesprungen! Vielleicht hätten es auch ein paar Daten weniger getan, also wirklich nur die Top-Stadien aber dafür anschaulicher…eine Infografik ist immer der richtige Joker im Finale, lieber Ballesterer!