Datenvisualisierung, Design, Infografik, Journalismus, Kritik

Infografik & Lesen

Die PISA Studie birgt jede Menge spannende Daten und Entwicklungen, die es sich darzustellen lohnt. Um sie besser verständlich und auf den ersten Blick erfassbar zu machen. Wie das Infografiken so tun. Sollten. Wenn die Werkzeuge wie Farben, Schriften und Charts entsprechend eingesetzt werden. Ausgerechnet Daten zur Lesekompetenz werden hier mit einem Kurvendiagramm umgesetzt, dessen Linien in Farben daherkommen, die eine Unterscheidung auch für nicht Fehlsichtige sehr schwer machen. Die Annotation durch Fähnchen ist zwar originell und wenigstens nicht über eine sperrige Legende gelöst, hilft aber durch ihre Positionierung nicht weiter. Besser wäre wohl eine Ausrichtung  direkt am rechten oder linken Rand des Charts gewesen. Apropos Achsen: Weiße Schrift auf Hellrosa für die Jahre ist auch nur mit großer Anstrengung zu entziffern. Wenn wir von mangelnder Lesekompetenz sprechen wäre es wohl auch angebracht über die Probleme der Visualisierung nachzudenken. Es fehlt nicht viel, aber Entscheidendes: Funktioniert die Information oder eben nicht. Schade.

Datenvisualisierung, Design, Infografik, Journalismus, Kritik

Was Frauen wollen – tolle Infografik -Strecke!

Eine Wohltat im FALTER! Sehr schön zu sehen, wie gut gemachte und perfekt eingesetzte Datenvisualisierung Artikel bereichern kann. Kluger und kreativer (und dazu noch korrekter) Einsatz der unterschiedlichen Diagramme, stilistischer Schwerpunkt auf die klassische und ewig junge Wiener Methode der Bildstatistik. Passend zur Wiener Stadtzeitung. Danke dafür, mehr davon 🙂

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Infografik-Watchdog: Vorsicht Steilkurve!

Das ist mir nun doch zu steil: Schon richtig, bei Liniencharts ist es mitunter sinnvoll, die Y-Achse mit entsprechender Beschriftung zu kürzen. Aber alles was recht ist – bei einer Bandbreite der Daten von 9-12 die Skala bei 9 zu beginnen, damit der Tiefpunkt visuell wie 0 empfunden wird und im Begleittext von einer steilen Entwicklung zu schreiben, ist keine gute Tat an den Daten, der Story und am eigenen guten Ruf im Dienste des sorgfältigen Umgangs mit seriöser Datenvisualisierung. Sorry!

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Infografik Watchdog: Chart  einsetzen, nicht reinklatschen

Pressefreiheit Index – wichtige Daten, richtige Entscheidung für eine Infografik! Es wird auch eine Karte mitgeliefert, also gleich rein damit – falsche Entscheidung! Bitte bitte zumindest berücksichtigen, ob die Grafik auch in die Lücke passt und lesbar ist. Hier sieht man bitteschön gar nichts: Schrift zu klein, eingefärbte Länder nicht im entferntesten erkennbar. Es lohnt sich, mit den Daten selbst was Passendes zu basteln, Piechart oder Barchart geht schnell und macht dann auch Sinn lieber FALTER!

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True-Crime Infografik History: Der Raub der Mona Lisa

Ebenso spektakulärer wie dreister Diebstahl im Pariser Louvre? Das erinnert uns doch an etwas…Ja richtig, 1911 wurde ja die Mona Lisa einfach so mitgenommen. Ein wunderbares Fundstück im aktuellen FALTER ist die Infografik zum Hergang der ruchlosen Tat. Ein erfrischendes Beispiel aus der goldenen Zeit der Illustration! Anschaulich und ohne Umwege erklärt, wie sowas gemacht wird. Nein, nicht die kriminelle Handlung, sondern eine Erklärgrafik, die die Leser:innen mitnimmt. Ganz ohne überflüssigen Text oder 3D Darstellung des Gebäudes. Die Kunstform Comic, an die die Umsetzung erinnert, stand damals  noch in den Kinderschuhen. Und Fotografie war teure Mangelware. Tja, Handarbeit war angesagt. Und KI? Daran denken wir jetzt mal besser nicht. Einfach schön, danke FALTER!

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Eine bittere Statistik – könnte sogar noch deutlicher sein…

Ein nur allzu aktuelles, essentielles Thema mit dramatischen Daten, das im FALTER mit einer Infografik veranschaulicht wird. Leider fehlt wieder der letzte Spin im wahrsten Sinne des Wortes, um die Vorteile der Visualisierung im Storytelling voll auszuspielen. Die nahezu unlesbare vertikale Ausrichtung der Beschriftung der Konflikte wäre ganz leicht zu beheben gewesen. Eine Drehung um 90 Grad und schon kann der Text mühelos aufgenommen werden. Ein Ranking von oben nach unten entweder nach Anzahl der Toten oder vom jüngsten zum ältesten Krieg erzählt die Geschichte noch intuitiver. Nur wenige Handgriffe, um das Potenzial der Infografik voll auszuschöpfen…

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Alttextil – Schade um die schöne Infografik! (Teil 2)

Umblättern in FALTER und weiter geht die gute Story mit spannenden Infos, sehr anschaulicher Ansatz mit Karte und darauf eingezeichneten Routen der Textilien. Aber auch hier wieder schade, dass die Verbindung der Infokästen zu den entsprechenden Routen zu verwinkelt sind um sie auf Anhieb zuordnen zu können. Ein wenig herumschieben, um die Ecken in den Zeigern herauszubekommen und schon ist die Infografik perfekt!

den Routen verwinkelt

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Alttextil – Schade um die schöne Infografik! (Teil 1)

Spannende Story im FALTER, gute Daten, passende sehr anschauliche Visualisierungs-Methode – was soll da noch schiefgehen? Leider doch: Bei den abzählbaren Piktogrammen ist nicht nachvollziehbar wie viel Prozent ein Container darstellt. Und das ist bei dieser Methode ja der Sinn. Dabei wäre es so einfach: 31% sind drei Icons (warum vier?), 12% folgerichtig eines (statt eineinhalb)  und 57% aufgerundet sechs Stück (wie errechnen sich sieben?)…geht sich auch wunderbar trotz Rundung auf 100%=10 Piktogramme aus. Ich verstehe es nicht. Könnte es sein, dass das Diagramm automatisiert erstellt wurde? Schade drum!

Bei der Säulengrafik gleich darunter fehlen ebenfalls nur die letzten Meter – die Sortierung. Dann hat man/frau die Story tatsächlich auf den ersten Blick…dieser letzte winzige Handgriff zahlt sich aus, liebe Falter-Infografikerin!