Datenvisualisierung, Infografik, Kritik

Bar Chart – einfach und doch kompliziert…

Vorgestern in meiner Lehrveranstaltung zu Datenvisualisierung: Achtung vor Legenden, ein Standard bei automatisch generierten Charts, immer gut versteckt und in Wahrheit unbrauchbar und nur dazu da, das Chart schwer lesbar zu machen. Mit etwas Überlegung lassen sich die Beschriftungen zumeist direkt beim Diagramm anbringen. Zweitens, so wenig Text wie möglich, nur soviel wie nötig. Die Y Achse braucht niemand bei einem Säulendiagramm, wo alle Säulen einzeln beschriftet sind. Das führt mich zu drittens: bitte niemals den Text drehen, er wird unlesbar. Das Prozentzeichen in den Untertitel und weg vom Chart und schon geht sich alles aus. Und letzter aber wichtigster Punkt: Die Schriftgröße. Es nützt nichts, wenn die Schrift verkleinert wird um alle Texte reinzupacken, weil dann gar nichts mehr lesbar ist. So einfach ist das. Und heute sehe ich alle diese Punkte in einer Infografik in der TAZ. Schluchz!

Datenvisualisierung, Infografik, Kritik

Wieder ein vergebener Infografik-Elfer…

O Neiiiiiin! Schon wieder so eine wunderbare Gelegenheit, Daten zum schönsten Spiel der Welt auf einer Doppelseite zu gestalten. Jede Menge Platz, spannende Inhalte – und es wäre so einfach gewesen: simple Balkengrafiken und die Story hätte sich von selbst erzählt. Aber leider nur nackte Zahlen, keine Chance da auf den ersten Blick etwas zu erkennen. Ich habe aufgegeben. Schade drum!

Datenvisualisierung, Infografik

Infografik im Alltag: Risi Bisi

Wie groß ist meine Portion? Ich schätze 25% oder  ein Viertel, intuitiv und automatisch dargestellt im Pfannen-Piechart. Eine wunderbare Infografik-Inspiration, die dazu einlädt, weiterzuspinnen – wie hoch ist der Reis- und Erbsen-Anteil, fällt der Parmesan ins Gewicht? Noch mehr Anregungen liefert Herr Wehrli, ein Klassiker und leicht zu finden z.B.  auf YouTube…

Datenvisualisierung, Infografik, Journalismus, Kritik

Die Quelle ist die Infografik?

Ich steh auf das: Eine gute Datenquelle, die durch intuitive Navigation und gelungene Visualisierungen dazu einlädt Stories zu entdecken und sich auch gleich Inspirationen für die eigene Infografik-Lösung zu holen. Neben brauchbaren Datenformaten zum Download selbstverständlich…Paradies und Verführung gleichzeitig: Es wäre so einfach, das schönste Angebot zu übernehmen. Doch halt! Welche Geschichte möchte ich denn erzählen und was ist die optimale Umsetzung? Immer schön am Boden bleiben und mitdenken 🙂

https://www.v-dem.net/graphing/graphing-tools/

Datenvisualisierung, Infografik, Kritik

Wirtschaftsmotor Rapid – leider infografisch nicht  mobil…

Sehr coole Zahlen, die das grün-weisse Herz höher schlagen lassen. Und sehr fein und nicht selbstverständlich, dass auch eine Infografik verwendet wird. Leider schlägt sie sich unter Wert, da sie mobil publiziert aber am Handy unlesbar ist. Eine Slideshow mit kompakt aufbereiteten Grafiken hätte da wohl besser performt! Schade, aber vielleicht nächstes Mal…?

Datenvisualisierung, Infografik, Kritik, Musik, Wienerlied

Dataviz im Alltag: Die 100er Marke ist erreicht!

Meine Songs wurden auf Bandcamp hundertmal gehört! Diese tolle Erkenntnis verdanke ich der grafischen Live-Umsetzung der Zugriffsdaten auf der Musikplattform bandcamp.com. Sehr anschaulich aufbereitet, kein Schnickschnack. Zeitverlauf, auf dem die Releases deutlich erkennbar sind und natürlich die greatest Hits 🙂 an dieser Stelle vielen Dank an meine Hörer:innen – ihr seid die Besten!

Datenvisualisierung, Design, Kritik, Musik

Spotify Wrapped 2025 – Verpackung ist alles :-)

Gnadenloser Selbstversuch: Wie meine bescheidenen Streamingdaten auf Spotify im traditionellen Rückblick „wie die Großen“ dargestellt werden. Schon witzig, wenn sensationelle Zuwachsraten von 340% gefeiert werden, bei einer Gesamtzahl von ganzen 44 Hörer*innen 🙂 Es wird eine abwechslungsreiche Story erzählt mit Fun Facts wie „Der Frühaufsteher“, also Songs die gerne morgens angehört werden, bei wie vielen Hörer*innen ich unter den  Top Ten Artists bin (5), wie oft ich es in Playlists geschafft habe (2x) und natürlich – wow! – mein Top-Album mit satten 15 Streams. Ich frage mich, wo hier die Angabe „Millionen“ abgeblieben ist. Also sehr kreativ, auch mit fancy Designs, leider nur sehr sparsam mit Charts durchwirkt. Da wäre etwas mehr schon anschaulicher gewesen und mehr Absolutzahlen hätten die traurige Wirklichkeit besser gezeigt. Aus der Traum vom Superstar. Aber kommt natürlich durch die Automatisierung sehr motivierend rüber von wegen „du machst das großartig“. Wie müssen sich wohl echte Acts dabei fühlen? Oder sehen die das anders?

Datenvisualisierung, Infografik

Infografik History: Inspirierende Bild Statistik im Wien Museum

Datenvisualisierung schön und gut, aber bitte mal was anderes als Balken, Torten und Kurven…ein Klassiker! Es lohnt sich, ein paar Schritte zurück zu gehen. Oder 100 Jahre, als Otto  Neurath mit seiner Wiener Methode der Bildstatistik Zahlen für Alle zugänglich machen wollte. Ein wunderbarer Ansatz, gerade jetzt zumindest so aktuell wie in den 30er Jahren. Die Schau im Wien Museum ist absolut sehenswert und bereichernd.

https://www.wienmuseum.at/wissen_fuer_alle

Datenvisualisierung, Infografik, Kritik

Ein Infografik-Elfmeter – jämmerlich verschossen

Sorry, Ballesterer – kein Applaus diesmal zumindest aus dem Datenvisualisierungs-Fansektor! Alles angerichtet mit jeder Menge spannender Daten zum Thema Austria vs. Rapid – es hätte ein Fußball-Infografik-Fest werden können…aber leider ideenlos im Aufbau, das eine oder andere Diagramm hätte Räume eröffnet und den einen oder anderen Blick in die Tiefe ermöglicht. Schauen wir uns ein paar Schlüsselszenen an: Das Konzept beschränkt sich auf die Teilung der Doppelseite (!) in die Farben Grün und Violett. Zentrales Element sind dreieckige Zeiger von den Beschriftungen  in der Mitte zu den Daten weit  an den Außenbahnen. Da müssen bei der Betrachtung weite Wege zurückgelegt werden. Das Lesen wird auch nahezu verunmöglicht, durch sehr kleine Schrift, teilweise von beiden Seiten zur Mitte hin geneigt (wie originell) noch dazu in der jeweiligen Vereinsfarbe auf Kästchen derselben Farbe, nur etwas heller. Und der Hintergrund drängt im Vollton nach vorne. Das tun sich nur Daten-Ultras an, nehmen Kopfschmerzen in Kauf und brauchen hinterher eine stärkere Brille. Einfache Lösungen hätten vieles leichter gemacht. Klare Kontraste in der größeren Schrift (z.B. schwarz auf weiß, passt eh zu den Vereinsfarben), Charts als visuelle Elemente statt unnötigen Zeigern. Und vielleicht ist der eine oder andere Datensatz auch verzichtbar, weniger ist oft mehr. Zumal eine Doppelseite dafür freigemacht wurde. Das zumindest verdient heftigen Applaus! Also Mund abwischen und nach vorne schauen – die nächste Chance kommt bestimmt!